Sicherheit

Um Sicherheit gewährleisten zu können als auch den Teilnehmenden, die sich auf der Plattform bewegen Sicherheit zu vermitteln, sind einige Dinge zu beachten:

Materialpflege
Vor jedem Camp ist die Funktionstüchtigkeit und Sicherheit des Materials zu überprüfen.
Um Baumaterial vom Klettermaterial zu unterscheiden, ist es vorteilhaft die Materialien entsprechend zu markieren (farbiges Tape) und die Markierungen zu Beginn des Camps zu erklären.
Am Ende jedes Tages ist darauf zu achten, dass alles Material ins Materiallager zurück geräumt wird damit kein Material herumliegt, verloren geht oder beschädigt wird.

Kleidung
Für das Bauen auf der Baustelle ist angemessene Kleidung notwendig: lange Hose; feste, geschlossene Schuhe; Handschuhe (Beschmutzung mit Harz ist unvermeidlich)
Außerdem ist darauf zu achten, dass die Teilhnehmenden keine Halstücher oder Ringe tragen, um das Verletzungsrisiko beim Arbeiten mit und am Seil zu reduzieren.

Trennung von Arbeit und Freizeit
Da die Arbeit auf der Baustelle sehr anstrengend ist, ist es wichtig, den Teilnehmenden genügen Regenerationszeit einzuräumen. Dazu gilt es, Pausenzeiten und Feierabendzeit wirklich als solche einzuhalten und Arbeitsplatz und Erholungsraum auch räumlich voneinander klar getrennt sind. Dazu gehört auch, dass auf der Baustelle nicht gegessen wird.
Besonders am dritten Tag ist darauf zu achten, dass die Teilnehmenden nicht nachlässig werden und weiterhin sorgsam arbeiten und die Sicherheitsregeln beachten.

4 Augen Prinzip
Vier Augen sehen mehr als zwei, daher gilt das „Vier Augen Prinzip“. Um etwaige Fehler zu verhindern ist es wichtig, die sicherheitsrelevanten Aspekt zu zweit zu Überprüfen, optisch und haptisch.

Partnercheck
Zu Beginn des Camps ist einzuführen, dass die Teilnehmenden sich bei Arbeitsbeginn gegenseitig checken, bevor sie in die Bäume/ auf die Plattformen klettern. Dabei ist darauf zu achten, dass der Klettergurt nicht über die Hüfte rutschen kann, die Beinschlaufen angemessen eng sind und die Karabiner richtig eingelegt und geschlossen sind. Dabei gilt optisch und haptische Überprüfung.

Bauweise
Waagrechte Plattformen sind für das Sicherheitsgefühl der Teilnehmenden sowie der Baumhausbesucher/innen sehr wichtig.
Da das Baumhaus über einen längeren Prozess hin entsteht ist es wichtig, dass die Bauleitung bzw. die Arbeitsgruppenleiter einen Überblick behalten, welche Projekte am Ende eines Tages noch nicht vollständig abgeschlossen sind und am nächsten Tag vervollständigt werden müssen. Denn unfertige Arbeitsbereiche stellen ein Sicherheitsrisiko dar.

Sicherheit bei den Knoten
Es ist wichtig zu Beginn des Camps einen Standard festzulegen, wie die Knoten korrekt gelegt sind und z.B. beim Kreisbund, welche Knotenabfolge standardmäßig vorgegeben ist. Wenn sie alle einheitlich gelegt sind, ist es wesentlich einfacherer zu überprüfen, ob die Knoten richtig sind. Vor allem zu Beginn eines Camps sollten die wichtigsten Knoten (an den tragenden Außenbalken) überprüft werden.
Darüber hinaus ist darauf zu achten, dass die Knoten ordentlich gelegt sind. Es vermittelt zusätzliche Sicherheit, wenn der Knoten allein vom äußeren Erscheinungsbild eine „saubere Sache“ ist.

Sitzen im Gurt
Um bei langem arbeiten im Gurt ein Hängetrauma zu verhindern, ist es wichtig, die Teilnehmenden, die im Baum arbeiten immer wieder nach deren Befindlichkeit zu befragen. Sie sollten im vorhinein dafür belehrt werden und von Zeit zu Zeit daran zu erinnert werden, sich immer wieder hinzustellen (in eine Fußschlaufe).

Wetter
Bei Feuchtigkeit ist auf eine erhöhte Rutschgefahr auf dem Holz hinzuweisen.

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