Dach

Um bei jedem Wetter komfortabel in dem Baumhaus wohnen zu können, werden über die Plattformen Dächer aufgespannt.

Material:
(Zelt-)Plane/ Tarpe
Rebschnur

Vorgehen:
Je nach Gegebenheiten der Plattform sind verschiedene Dachkonstruktionen möglich. An den Ecken der Planen werden Rebschnüre befestigt und zu Bäumen oder höher liegenden Plattformen gespannt. Es ist darauf zu achten, dass die Ränder der Plane über das Geländer der Plattform hinaus ragen, sodass es nicht auf die Plattform regnen kann. Dazu können auch mehrere Planen übereinander gespannt werden.
Um große Plattformen zu überdachen kann ein Dachfirst über die Plattform gespannt werden. Die Plane wird über den Dachfirst gelegt und an den Ecken abgespannt.

Leitertreppe

Um einen Höhenunterschied zweier Plattformen über einen steilen Aufgang ermöglichen zu können, kann eine Leitertreppe gebaut werden.

Material:
2 lange Rundhölzer in der Länge der Treppe
Rundholz in 1m Stücken
2 x 5m Reepschnur pro Stufe
Planken in der Länge der Treppe
Geländermaterial

Vorgehen:
Die beiden äußeren Balken werden auf der unteren Plattform am Geländer angelehnt und befestigt, ein senkrechter Balken dient zusätzlich als Stabilisierung. Auf der oberen Plattform ragen die Balken über die Plattform hinaus, sodass deren Ende mit dem Geländer dieser Plattform verbunden werden kann. Im Abstand von 50cm (Balkenmitte zu Balkenmitte) werden dann die Stufen mit einem Kreuzbund auf die Leiter geknotet. Um die Lücken zwischen den Stufen zu verschließen, werden über die gesamte Länge der Treppe Planken von unten an die Stufen genagelt. Abschließend wird ein Geländer installiert.

Variante: Treppe

Treppe

Zur Verbindung von unterschiedlich hohen Plattformen kann eine Treppe gebaut werden.

Material:
2 dicke Bretter
einige dünnere Bretter
Winkel
Bleistift
Zollstock
Säge
Taschenrechner

Vorgehen:
In Abhängigkeit von der Höhendifferenz zwischen den Plattformen wir zunächst die Stufenanzahl der Holztreppe ermittelt. Die Stufenhöhe sollte maximal 19 Zentimeter aufweisen und der Auftritt nicht weniger als 26 Zentimeter tief sein. Als Faustregel gilt, dass die Summe aus der doppelten Steigungshöhe mit der Auftrittsbreite addiert wird. Das Ergebnis sollte zwischen 60 und 66 Zentimeter liegen – idealerweise 62 Zentimeter. Die Treppe sollte eine Neigung von rund 25 bis 40 Grad aufweisen.

Beispiel: 2 x 16 cm (Steigungshöhe ) + 30 cm (Auftrittstiefe) = 62 cm. Bei einer Höhendifferenz von 1,60 werden also 10 Stufen benötigt.

Zwei dicke Bretter dienen als tragendes Außenseiten. Die errechneten Stufen werden dort mit einem Winkel aufgezeichnet und ausgesägt. Anschließend werden diese Außenseiten zwischen den Böden der Plattormen verschraubt und dann mit dünnen Brettern gedeckt. Je nach Höhe der Treppe wird ein Geländer installiert.

Variante: Leitertreppe

Aufgang

Der Aufgang wird in Form einer breiten Rampe am tiefsten Punkt des Baumhauses montiert.

Material:
3 Balken für den Boden
6 Balken für das Geländer
9 x ca. 6m Bauseil für die Bünde
Bretter
Nägel
Hammer

Vorgehen:
Als Raster werden zunächst 3 Balken (Anzahl der Balken hängt von der Breite des Aufgangs ab) in einem Abstand von ca. 75cm montiert. Anschließend werden senkrechte Balken am Fuß des Aufganges angebracht, an denen später auch das Geländer befestigt wird. Auf das Gerüst werden Planken genagelt. Um die Rutschgefahr zu minimieren werden auf den fertigen Boden weitere Planken in einem Abstand von ca. 40cm genagelt. Aufgrund der Bodennähe kann ein einfaches Geländer ausreichend sein.

Geländer

Um das Baumhaus ohne Sicherung betreten zu können werden an allen begehbaren Elementen Geländer installiert.

Material:
2 dünne Rundhölzer (ca. 10cm)
4 x 1,5m Reepschnur
4 x 8m Bauseil
Wasserwaage
30m Reepschnur (für Schlafplattformen)
gebogene Nägel

Vorgehen:
Ein Rundholz wird waagerecht auf ca. 110cm Höhe (Abstand von den Planken)  zunächst mit einer Reepschnur gesichert und anschließend anhand eines Kreisbundes mit Bauseil fixiert. Ein zweites Rundholz wird auf ca. 50cm auf gleicher Weise installiert. Es ist darauf zu achten, dass der begehbare Boden (Planken, Brücken, Aufgang) jeweils bis unter das Geländer reicht. Wenn eine Plattform zum Schlafen genutzt werden soll, werden zusätzlich Reepschnüre von den Dielen zum unteren Geländerholz gespannt. Für Brücken, Treppen etc. sind Ausspaarungen vorgesehen, die von einem senkrechten Rundholz begrenzt werden.

Variante: Es besteht auch die Möglichkeit, Teile des Geländers aus Seil zu bauen. Dafür wird ein Runholz wie oben beschrieben installiert. Je nach Höhe dieses Geländerbalkens werden anschließend zusätzliche Seile darüber bzw. darunter gespannt.

Brücke

Um zwei Plattformen derselben Höhe miteinander zu verbinden, wird eine Brücke gebaut. Die Art der Brücke ist abhängig von einer Vielzahl an unterschiedlichen Faktoren z.B. der zu überwindenden Distanz sowie den, zwischen den Plattformen zur Verfügung stehenden Bäumen. Eine mögliche Brückenform wird im Folgenden vorgestellt.

Material:
4 dicke Planken
4 Rundhölzer (1,2m lang)
1 Rundholz (1,5 – 2m lang)
Kletterseil
Hammer
Nägel
Schrauben
Akkuschrauber

Vorgehen:
Bevor mit dem Brückenbau begonnen werden kann, wird die Security-Line gespannt.
Wenn die Distanz zu groß ist, um sie mit einer Planke zu überwinden, wird eine Zwischenablage installiert (sofern ein entsprechender Baum vorhanden ist). Hierzu wird das lange Rundholz (1,5 – 2m) so am Mittelbaum waagerecht befestigt, dass etwa 2/3 des Holzes an der Seite überstehen, an der die Brücke gebaut werden soll. Um die Stabilität dieses Balkens zu erhöhen, wird vom überstehende Ende ein Seil zu einem Fixpunkt an demselben Baum, ca. 5m oberhalb der Brücke, gespannt. Später wird, nachdem die Blanken auf der Zwischenablage montiert sind, wird die Spannung des Seiles mithilfe eines Spannknotens erhöht.
Bevor die dicken Planken auf der Plattform und der Zwischenablage befestigt werden, werden Rundhölzer in ca. 1,5m Abstand zueinander darunter geschraubt, sodass auf beiden Seiten genug Platz für Knoten sind. Dann können die Bretter auf die Plattform sowie die Zwischenablage geschraubt werden. Wenn die Bretter von der Länge nicht ausreichend sind, können mehrere mit ca. 0,5m überlappend aneinander gefügt werden.
Anschließend werden die Rundhölzer, die unter die Planken montiert sind, mit Hilfe von Seilen und dem Spannknoten nach oben hin (ca. 5m) abgespannt.  Je größer der Winkel zwischen Abspannseil und Brücke ist, desto besser. Abschließend wird ein Geländer installiert.

Generell ist zu beachten: Da man mit der Brücke zumeist eine große Distanz überwinden muss, müssen die Bretter entsprechend stabil sein. Außerdem ist es gut, die Bretter zu verschrauben, da sich Nägel durch die Schwingung der Brücke leicht lösen würden.

Variante:
Wenn keine dicken Planken vorhanden sind, kann die Brücke auch nach dem Prinzip einer Plattform errichtet werden. Zwei sehr stabile Außenbalken werden mit 75cm Abstand zueinander an den Bäumen und zu überbrückenden Plattformen befestigt. Eine V-Verstärkung wird angebracht und Planken werden quer über die tragenden Balken genagelt. Abschließend wird ein Geländer installiert.

Planken nageln

Sobald das Raster einer Plattform befestigt ist, wird die Plattform mit einem Dielenboden versehen.

Material:
Planken
Säge
Nägel
Hammer

Vorgehen:
Die Planken werden auf dem den Querbalken des Rasters der Plattform (Treppe/Brücke) festgenagelt (ein Nagel pro Querbalken). Um zu verhindern, dass die Nägel durch die Schwingung der Plattform ausgehebelt werden, ist darauf zu achten, die Nägel in unterschiedliche Richtungen leicht schräg in die Balken einzuschlagen. Damit die Planken nicht mehr als 20cm über die äußeren Querbalken hinaus ragen, werden sie entsprechend zugeschnitten. Es ist außerdem möglich Planken zu verlängern: Eine Planke kann auf dem Querbalken fixiert werden, sobald sie bis zur Mitte desselben reicht – demnach kann eine weitere Planke auf demselben Querbalken direkt daran angeschlossen werden. Der Dielenboden wird lückenlos bis unter das Geländer der Plattform verlegt.

Plattformarten

Abhängig von den Gegebenheiten der Bäume sowie der Kreativität der Teilnehmenden können unterschiedliche Arten von Plattformen konstruiert werden. Grundsätzlich sind alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Beispielhaft sind hier zwei dargestellt.

Material:
3 – 4 Balken Rundholz (Außenbalken)
Säge
10m Bauseil pro Kreisbund am Außenbalken
2 x 6m Reebschnur pro Querbalken

Vorgehen – Rechtecksplattform:
Auf zwei gegenüberliegenden Seiten werden die beiden Außenbalken mit Bauseil an den Bäumen zuerst vorfixiert und dann befestigt, sodass an den Außenseiten jeweils ca. 0,5m Balken übersteht. Auf den überstehenden Enden werden dann die ersten beiden Querbalken zuerst mit einer Rebschnur vorfixiert und anschließend mit Bauseil auf den Außenbalken (nicht am Baumstamm) mit einem Kreisbund befestigt. (Sofern die ersten Querbalken innerhalb liegen, genügt eine Befestigung mit Rebschnur.) Sobald das äußere Raster steht wird die Security-Line installiert. Anschließend werden die Querbalken in der Innenseite des Rechtecks hochgezogen und mit jeweils 75cm Abstand zueinander (von Balkenmitte bis Balkenmitte) mit einem Kreisbund (mit Rebschnur) auf den Außenbalken befestigt. (Hierbei ist keine Vorfixierung notwendig.)

Um die Stabilität großer Plattformen zu erhöhen kann ein zusätzlicher Balken parallel zu den zwei Außenbalken unter die Querbalken geknotet werden. Dieser wird dann mit Seilen/Spanngurten nach oben an die Bäume abgespannt. Desto größer der Winkel zwischen Plattform und Spanngurt ist, desto besser (mindestens 45°). Auch die Außenbalken können bei Bedarf nach oben hin abgespannt werden.

Die Montage der Balken erfolgt von jeweils zwei Teilnehmenden, die mit einer Bandschlinge (Ankerstich um den Baum) am Baum gesichert sind. Um ausreichend Bewegung im Gurt gewährleisten zu können, sind ein bis zwei Fußschlingen zusätzlich vorteilhaft.

Vorgehen – Dreiecks-Plattform:
An der Grundseite des Dreiecks wird ein erster Außenbalken zuerst vorfixiert und dann befestigt, sodass an den Außenseiten jeweils ca. 0,5m Balken übersteht. Auf der gegenüberliegenden Seite wird dann an dem einzelnen Baum ein Außenbalken so befestigt, dass der Baum mittig ist und auf jeder Seite 1-1,5m Balken übersteht. (Es muss genug Platz sein, um 2-3 Querbalken darauf befestigen zu können.) Anschließend werden die Querbalken von der Dreiecksspitze (kurzer Außenbalken) aus aufgefächert und auf den Außenbalken befestigt.